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In der Steinzeit trug man Perlen als Amulette oder Talismane, da man ihnen häufig magische Fähigkeiten zusprach. Archäologische Funde belegen, dass bereits die alten Mesopotamier und Inder vergoldete Halsketten aus Perlen trugen. Noch heute sind Perlenstickereien auf Gürteln, Taschen, Kleidung bei den Indianern Nordamerikas und bei vielen afrikanischen Stämmen weit verbreitet. In der altchinesischen Symbolsprache galt die Perle als eines der „acht Kleinodien“ und bedeutete Kostbarkeit und Reinheit. Die Tränen wurden - ähnlich wie im europäischen Sprichwort „Perlen bedeuten Tränen“ - als Perlchen bezeichnet. Aus dem osteuropäischen Sprachraum ist folgender Spruch belegt: „Die Perlen, an die wir glauben, bringen uns mondsilberne Tränen, aber Tränen der Freude.“ In Altpersien galt die klar schimmernde, weiße Perle als Symbol der Jungfrau; in der griechischen Antike galt die Perle als Symbol der aus dem Meeresschaum geborenen Aphrodite (Venus). Trotz ihrer Assoziation mit Tränen gelten die Perlen allgemein als Symbole der Tugend und der Erkenntnis, die - so eine mittelalterliche Weisheit - „die lebendigen Geister, die von Herzen kommen, stärken.“
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